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19.03.17 // Wo war der Weg nochmal? Odyssey zum Gipfel!

Nacht um Nacht wuchs unser Hass auf die lokalen Hähne. Sie entschieden sich gegen 3 Uhr morgens zwischen zwei Dörfern zu unterhalten. Es war wohl ein sehr innigen Gespräch, es dauerte nämlich bis 6 uhr an.

Etwas zerknirscht wollten wir aber noch unbedingt den täglichen Umzug der Mönche sehen, die sich durch einen Sprachgesang und trommelschläge ankündigten. Sandra und ich verschliefen ein wenig, Felix und Marika saßen schon an der Straße und genossen den Anblick. Wie eine kleine Kolone Schritten die jungen Notizen angeführt von einem alten durch die Straßen, während die Dörfler Ihnen kleine Reisstücke in die Hände drückten. Es wurde wohl für das Kloster gesammelt.

Etwas hungrig zogen wir zum Frühstück – paradiesisch! Wir aßen mit Blick auf dem Fluß unser Mahl. Schwalben die im Fluß ihr Frühstück jagten, Berge die Nebel verhangen eine beeindruckende Kulisse bildeten. Fast als wir uns im Anblick verloren rief unsere Guide „Sabadee!“  Das bedeutet „Guten Tag“.

Los ging es!  Das war ein Trip! Am Anfang wurden uns die hemischen Hoehlen, die die Menschen im Indochina Krieg zum Schutz vor Bomben nutzten, gezeigt.  Die ersten zwei Stunden liefen dann wir durch vertrautes Terrain. Wir durschritten abermals den Dschungel, dieses mal sogar durch Baeche die uns angenehm runterkuehlten. Schon erprobt legten wir ein relativ gutes Tempo vor, sodass wir bald im ersten kleinem Doerfchen ankamen. Uns erwartete bereits unser Lunch und vor allem sehr sehr geile Haengematten in denen wir es uns gemuetlich machten.

Wie sonst auch wurden uns die heimischen Schal-Produkte angeboten, die Webstuehle stehen uberall. Ein wohl sehr guter Nebenverdienst der Frauen.

Dann ging es erst richtig los. Noch keine Ahnung von dem was uns gleich erwarten wuerde, ging es dann auch wieder gefuehlt zu schnell los – diese Haengematten sage ich euch, sehr gemuetlich.

Es ging auf, Stein um Stein gingen wir den Berg hoch. Der Weg verschwand langsam im Gestruep und so langsam hoerten wir unsere kranke Sandra. Irgendwas war komisch, den unsere Guides unterhielten sich etwas hektisch und teilten sich stellenweise auf um nach dem Weg zu schauen. Als ob das nicht genug waere war der Wald durch den wir durschreiten sollten weg!

Ernsthaft, die haben den ganzen Wald abgeholzt und die Baume lagen ueberall auf dem Bergkamm rum. Keine Spur von dem Weg, die Intuition unserer Guides fuehrte uns. Da wir wirklich bei jedem Schritt aufpassen mussten ging das ganze deutlich langsamer vorran und gestaltete sich ziemlich anstrengend.

Was am Anfang noch ziemlich cool war ( Bear Grylls laesst gruessen) war spaetestens nach unserer Begegnung mit den Ameisen dezent anstrengend. Ja! Ameisen! An einer Stelle mussten wir unterhalb eines Baumes durch. Leider war das wohl das Heim der Ameisen, das sie wacker verteidigten.

Glaubt mir, auf einmal waren wir alle ganz schnell unterwegs und kurz hinter dem Baum halb nackt. Die Viecher waren ueberall! Das haette locker aus einer Komoedie stammen koennen wie wir da herumhuepften und fluchten. Nachdem wir uns der Ameisen entledigt hatten ( wir fanden noch 30 min. spaeter noch welche) gingen wir etwas „erfrischt“ weiter. Dann ging das Wasser aus und Sandras Kreislauf spielte verrueckt.

Oh man, leute! Das war unsere erste Pruefung wenn es um unsere Laune geht, etwas genervt von unseren dezent unvorbereiteten Guies schritten wir mit der Hoffnung am Ende dieser Odysee belohnt zu werden weiter.

Und wie Wir das wurden!

Ein Dorf – mitten auf dem Berg – soweit das Auge reichte nur eine wunderschoene Aussicht. Mit einem Bier gratulierten wir uns alle und waren machtig stolz nach 7 Stunden angekommen zu sein. Die Sterne! Man, dass war wirklich toll.

Voellig mude gab es noch unser Abendessen bevor wir in unsere Betten gefallen sind.

Hat es sich gelohnt? Oh ja!

Thomas

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