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20.03.2017 Die Rückkehr in die Zivilisation


Nachdem wir alle zusammen mit unseren Guides in einem Raum geschlafen (aufgereiht wie Sardinen in für unsere Verhältnisse zu kleinen Matratzen) haben wir die Nacht mehr oder weniger gut überstanden. Es haben sich zwar dieses Mal alle mit schnarchen zurückgehalten, aber die typische und bereits mehrfach erwähnte Geräuschkulisse in den Dörfern war auch auf dem Gipfel des Berges vorhanden. Eigentlich wollte ich noch vor dem Sonnenaufgang für ein paar Fotos bereitstehen, aber leider saß ich so ungünstig vor unsere Hütte, dass ich es verpasst habe. Marika kam aber auch gleich und hat mich darauf aufmerksam gemacht. So sind wir dann zunächst zu viert (Lizz kam später nach) durch das langsam erwachende Dorf gelaufen und die morgendliche Kulisse vor der Grundschule des Dorfes eingefangen.


Auch wenn es ein kleines Dorf ist, so gab es doch zwei Klassenräume, wobei einer eine sehr moderne Tafel hatte. Anschließend war auch schon unser Frühstück fertig und zum Nachtisch gab es eine frische Ananas. Die heutige Wanderung war, im Gegensatz zu gestern, sehr kurz und einfach. Zudem hätten wir eine atemberaubende Aussicht auf die Bergwelt mit dem sich langsam auflösendem Nebel im Tal… einfach fantastisch!


Nach gerade einmal drei Stunden waren wir wieder im Tal, wo wir in einem kleinen „Restaurant“ auf unsere Weiterfahrt mit dem Boot gewartet haben. Da trafen wir auf etwas sehr trauriges: Am Eingang war eine Bambusratte angeleint, welcher man die Zähne gezogen hatte damit es sich nicht losbeißen kann. In der prallen Sonne und total gestresst fristete sie ihr Dasein. Vermutlich wird sie am Abend geschlachtet und den chinesischen Gastarbeitern des nahegelegenen Steichbruches zum Essen angeboten werden. Das hat uns alle recht runtergezogen, was unsere Guides bemerkt und die Ratte in eine andere Ecke gebracht haben. Nach diesem Erlebnis und Diskussionen über den Umgang mit Tieren in den verschiedenen Kulturräumen ging es mit dem Boot weiter zu einer kleinen Insel, wo wir unser Mittagessen mit frisch gebratenem Fisch, Klebereis (was sonst) und sehr leckerem Papayasalat am Flussufer zu und nahmen.


Gut gesättigt und mit etwas mehr Tiefgang ging es wieder zurück nach Muang Ngoi. Am Nachmittag war dann Beach-Time und Me-Time angesagt. Wir genossen die Sonne am Strand und sahen den Kindern, welche gerade aus der Schule kamen, beim baden zu.


Auch die Hunde aus dem Dorf haben sich dazu gesellt und Marika und ich mussten zu einer spontanen Rettungsaktion einschreiten, da die Welpen unbedingt über Bambusrohre wieder an den Strand wollten. Nachdem die Sonne sich langsam verabschiedete, haben wir uns erneut auf die Suche nach neuen kulinarischen Genüssen begeben. In einem kleinen und leerem indischen Restaurant sind wir fündig geworden und haben dort den Abend mit leckerem Essen, etwas Streetfood und Fruchtshakes ausklingen lassen.

Felix

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