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Salmon Gums und die Straße des Todes

Angekommen beim Campingplatz „Salmon Gums“ wurden wir direkt von Sally, der Betreiberin, begrüßt. Da wir keinen Strom benötigten, kostete uns die Übernachtung lediglich 10 $ (anstatt 15 $). Und was dort alles inklusive war! DUSCHEN, TOILETTEN und sogar die Nutzung des Kochbereiches (hier heißt alles BBQ). Während ich meinen Stuff für die heiß ersehnte Dusche zusammenklaubte, bekam Thomas von einer ältere Frau namens Carrie eine Käsewurst und einen Meat Pie geschenkt, die sich leider als nicht so lecker herausstellten. Eine heiße Dusche später machten wir uns ans kochen während Sally, Carrie und Russell (ein Trucker) neben uns den Sternenhimmel betrachteten. Mittlerweile war es dunkel und der Sternenhimmel einfach nur fantastisch anzusehen.

Carrie hatte eine App laut dieser in den nächsten 20 Minuten die Raumstation ISS vorbei ziehen würde. Pünktlich zum Essen war es soweit: Wir gesellten uns zu den dreien und bestaunten ganze 4 Minuten die ISS, die wie ein Stern quer durch den Himmel zog. Danach machte Sally das Licht aus, damit wir Deutschen die Milchstraße in ihrer ganzen Pracht sehen konnten und Russell zeigte uns noch verschiedene Nebel, die man gut erkennen konnte. Sally war dezent geschockt als ich ihr mitteilte, dass man in Berlin so gut wie keinen Stern sehen würde. Nach dieser schönen Erfahrung und dem Hinweis unbedingt auf giftige Schlangen zu achten (na danke^^) gingen wir schlafen.

Am nächsten Morgen starteten wir den Tag mit getoasteten Brot (welch ein Luxus!), einer Runde apportieren mit Summer dem Hund, verabschiedeten uns von dem schönen Campingplatz, der mit sehr viel Liebe geführt wird und natürlich auch von Sally, denn unser Tagesziel betraf ca. 500 km in Richtung Melbourne.

Nun haben wir den härtesten Teil vor uns: Tausende Kilometer in Mitten der Wüste geradeaus fahren. Tatsächlich gibt es jedoch immer mal wieder ein Tankstelle. Ob sich das wohl rentiert? Unglaublich! Nachdem wir recht motiviert an die Sache heran gingen, entwickelte sich die Straße zwischen Norseman und Madura in ein Schlachtfeld des Todes: Überall tote, zerfetzte, frische oder verrottete Känguruleichen. Ein trauriger Anblick, aber auch ein Festmahl für die Vögel. Der Anblick war ja nicht traurig genug, also musste genau das passieren, wovor ich bisher verschont geblieben bin: Mir lief ein Känguru vors Auto. Einen Knall, eine Vollbremsung und einen riesengroßen Schrecken später, standen wir. Das Auto hatte zum Glück nichts abbekommen, also ging Thomas los um das Känguru zu suchen, welches jedoch nicht aufzufinden war.

Davon abgesehen, dass wir auf dieser Strecke keinen Handyempfang haben, kaum Autos den Weg kreuzen und die Menschen nur alle 100 km anzutreffen sind und wir einfach nur Glück hatten, hoffte ich inständig, dass auch das Känguru nur mit einem Schrecken davon gekommen ist… Übernachten taten wir irgendwo hier in der Pampa neben des Highways kurz vor Madura. Genug Aufregung für einen Tag.

Generell haben wir den Eindruck, dass sich die Tiere nicht sonderlich für die Autos interessieren. Ob Papageien, Raben, Adler (die sind so groß wie Pfauen!!!),sie gucken einen nur doof an, wenn man hupend an ihnen vorbei zieht.

Alissa

2 Kommentare

  1. Stanislaw koczor Stanislaw koczor

    Ich wünsche euch einen schönen Urlaub, die Bilder sind fantastisch und der Beschreibung sehr interessant. Schöne Grüße aus Bad Bocklet

    • Thomas Thomas

      Hey Onkel! Danke für deine Wünsche und wir freuen uns das dir unsere Bilder und Berichte gefallen. Grüße uns Tante, meine Kusinchen und die Kleinen!
      Grüße aus Port Cambpell!

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