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Offroad

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Jetzt sind wir nunmehr über 5000km gefahren. Die größte Zeit über entstand das Gefühl, dass es nur geradeaus geht. Die Landschaft ist eintönig und gleichzeitig purer bombast. Während die Augen also auf die Straße gerichtet sind, ziehen links und rechts zumeist buschige Landstriche vorbei. Manchmal Sträucher und manchmal kleine Bäume, die so dicht beinander stehen, dass man sich in einem braun grünem Meer aus Pflanzen widerfindet.

Die Landschaft sieht karg aus im Outback und doch findet sich überall Leben. Vögel, Spinnen, Emus und sehr sehr viele Kängerus. Wie Alissa bereits beschrieben hat, liegen auf den Straßen ziemlich viele tote Kängerus herum. Vor allem in den Morgen- und Abendstunden trauen sie sich heraus. Eben nachtaktive Tieren, die die heiße Sonne im Verlauf des Tages vermeiden. Bei UV-Werten jenseits der 12 ( extrem!), die in Europa selten vorkommen, ist es nicht verwunderlich, das Australien mit hohen Zahlen an Hautkrebs zu kämpfen hat. Dabei lassen sich die zumeist sonnengegerbten Australier nicht gerade anmerken, dass sie das ganze stören würde. Sie scheinen ein ziemlich pragmatisches Völkchen zu sein, nach dem Motto „Was kommt, dat kommt! Irgendwie wird das schon!“

Vielleicht ist das noch die alte Siedlermentalität der ersten Kolonisten, die dieses karge Land im Westen dieses riesigen Kontinents erschlossen haben. Da ging es nunmal ums nackte Überleben und solange genügend Wasser vorhanden, der Bauch voll und die Familie einigermaßen gesund war, entsprach der Rest quasi B- oder C-Priorität um die man sich notfalls auch später kümmern konnte.

Je mehr aber sich unsere Zeitzone änderte und der Unterschied nach Hause jenseits der 9 Std. rückte, schien sich nicht nur die Landschaft zu verändern. Aus wüstem Busch wurden so langsam grün braune, aber deutlich lebhaftere Vegetation und wir kamen dem Süden dieses Landes Stück für Stück näher. Spätestens bei Adelaide begrüßten uns die unzähligen Weinberge der grünen Täler mit satten Farben und den ersten Laubblättern. Die Menschen schienen hier vor allem eins zu sein: Entspannt.

Egal ob im Aldi (ja, richtig gelesen, hier gibt es Aldi <3 ), an der Tankstelle oder im örtlichem Kaffee, die Australier strahlen eine innere Ruhe aus, die wir beide in unserem Alltag im hektischen Berlin vermissen. Das hat uns zu denken gegeben und viele unserer Gespräche geprägt. Nach knapp zwei Wochen hier, scheinen wir langsam anzukommen, auch wenn der Kopf manchmal doch noch zuhause zu sein scheint. Vor allem sind wir heute gerade mal das dritte Mal im Wasser gewesen, nach diesem langen langen Trip durch das Outback mit seinen stur geraden Straßen.

Wir sind gerade in einem kleinem Ort Namens Port Campbell und tanken Sonne. Es ist unserer zweiter Tag, an dem wir mal nicht um die 400 km fahren, sondern endlich das Wetter und die Ruhe genießen können. Verzeiht uns deswegen die immer größer werdenden Abstände unserer Beiträge, wir fangen an die Zeit zu genießen und endlich mal so richtig Faul zu sein.

Wir senden euch viel Liebe aus der grellen Sonne am anderem Ende der Welt und hoffen ihr lasst euch von keinem Schmuddelwetter dieser Welt unterkriegen.

Ach und Raphael der gerade an seiner Masterarbeit schreibt: Gib Gas, der März steht quasi vor der Tür und wir fiebern mit Dir mit! 😀

Sonnenvebrannte Grüße,

Thomas & Alissa

4 Kommentare

  1. Carola Carola

    Liebste Grüße aus Hildesheim <3 <3 <3
    Und ja, es gibt ein Recht auf Faulheit!

    • Lizz Lizz

      Liebste Grüße zurück von den entspannten Faulpelzen aus Apollo Bay 💙💚💛🧡💜

  2. Raphael Raphael

    Haha, ich gebe Gas, keine Sorge 😉 Laut der Tagesschau geht Deutschland gerade in Schnee unter, aber das ist leider nur Bayern. Hier in Frankfurt gibt’s bestenfalls kalten Regen^^ Sehr geiles Avocado-Brot übrigens. Armer Tomek, ich hoffe er bekommt auch was zu essen :-*

    • Thomas Thomas

      Sehr guuut!!:D wir haben es gesehen! Richtig schlimm stellenweise, da sieht Frankfurt alt gegen aus:P

      Und wie ich hier genug zu essen bekommen 😀

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