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Sea all dolphin swims!

Ja, trotz vieler Bedenken und Recherchen: Wir haben es getan, zum allerersten Mal! (…) und wir fühlten uns so nah! Kurz: Wir sind mit Delphinen geschwommen! 🐬 Vorab muss man dazu sagen, dass wir wirklich viele Bedenken hatten, da Angebote, wie „Whale-“ oder „Dolphin Watching“, durch die Masse an Touristen und somit Boote die Tiere stören, sich eher verstörend für die Tiere auswirken und sie in ihrem Lebensraum einschränken bzw. verdrängen können. Daher: Obacht! In der Nähe der Great Ocean Road – in Queenscliffs – fanden wir jedoch einen Anbieter, der „Eco Tourismus“ vertreibt, d.h. dieser bietet pro Tag lediglich zwei Touren an und sie fahren dann nur mit einem Boot auf das Meer raus um wilde Delfine zu finden. Wenn diese sich nicht zeigen, hat man halt Pech gehabt. 🤷🏻‍♀️ Wir wählten Donnerstag, einen Tag mit super Bedingungen, da es zwar sehr warm, aber bewölkt war, sodass es für die Tierchen wohl so aussah, als ob die Dämmerung schon eingebrochen wäre und sie sich somit auf Nahrunngssuche begaben. Nach einem kleinen Fitting (Neoprenanzug, Taucherbrille, Schnorchel und Flossen) und einer Vorstellung der vierköpfigen Crew, ging es mit dem Boot und weiteren 13 Leuten aufs offene Meer hinaus.

Bereits die Fahrt hat schon mega Spaß gemacht und es zeigten sich recht bald die ersten Delfine, die neugierig vorbei schauten. Hinter dem Boot waren zwei Stricke mit „Bojen“ befestigt, an denen wir uns beim Schnorcheln festhalten konnten. Wir durften uns nicht weiter weg vom Boot entfernen und mussten die oberste Regel „Don’t touch the dolphins!“ beachten. Gesagt getan: Wir „glitten“ also ins Meer, tauchten die Köpfe unter Wasser und sahen gleich Delfine, die unter uns schwammen und uns neugierig anschauten. Die Delfine wirkten wie Tänzer in einem unendlichen zyanblauen Meer… Hach, war das schön! Wohingegen Thomas keine Probleme mit dem Schnorcheln hatte, war ich jedoch mit dem Schnorchel im Mund und dem Handy in der Hand völlig überfordert. Ich war noch nie Schnorcheln und schluckte die ganze Zeit Meerwasser 🤦‍♀️. Ich entschied mich daraufhin den Schnorchel wegzulassen und einfach die Luft anzuhalten. Hat ja früher auch schon gut geklappt. 😉

Anschließend fuhren wir zu einer sich auf dem Meer befindenen Art Wellenbrecher und schnorchelten dort weiter. Auf dem Weg dorthin passierte mein absolutes Highlight des Tages: Die zuvor gesehenen Delfine – es waren vier – nutzten den Auftrieb des Bootes und begleiteten uns somit! Man hat förmlich gesehen, dass sie richtig Spaß dabei hatten. Ab und zu sprangen sie aus dem Wasser, drehten sich („look at my belly!“) oder fingen nebenbei einen Fisch. Der zeigefreudige Delfin war übrigens schwanger und präsentierte sehr oft ganz stolz ihren Bauch. Dieses Schauspiel war absolut magisch und schön…

Am „Wellenbrecher“ angekommen, durften wir auch die Flossen nutzen. Unter Wasser erstreckte sich an den Steinen und noch weiter runter eine Pflanzen- und Tierwelt, die ich noch nie gesehen habe: Fische, Seesterne, Kugelfische und sogar Rochen! Wir verweilten hier eine Zeit lang und Thomas und ich genossen das Wasser, die Unterwasserwelt, übten Tauchen und fühlten uns frei. Da ich noch nie Flossen benutzt habe, war ich sehr beeindruckt, wie schnell man mit diesen ist. Und dank der Kinderserie „Ocean Girl“ wusste ich sofort, wie man damit am besten schwimmt. 😉

Wir fuhren mit dem Boot weiter in die Nähe einer Plattform, auf der sich Seehunde gesammelt gesammelt haben. Und auch hier duften wir ins Wasser. Die Robben lagen teilweise faul auf der Plattform rum oder tauchten nach Wasser. Es war super schön und aufregend sie dabei zu beobachten und so nahe zu sein. Auch hier galt die Regel „Don’t touch the seals!“ und wir durften natürlich nicht zu Nahe an sie ran. Die Seerobben sollen die Hunde des Wassers und somit sehr verspielt sein. Und trotz allem Abstand schaffte ich es irgendwie mit einem Seehund einen „Tanz“ hinzulegen, sodass wir unter Wasser umeinander schwammen und uns drehen. Es ist irgendwie komisch zu bemerken, dass man von einem wilden Tier wahrgenommen wird und es nicht gleich weg rennt. 😉 Aber abgesehen von den Seehunden, gab es am Meeresgrund (das Wasser war hier max. 3 m tief) viel zu entdecken: Ganz viele weiße Krebse, die teilweise miteinander rangen und einen riesengroßen Mantarochen, der die ganze Zeit am Meeresgrund um die Plattform und teilweise unter uns schwamm. Unglaublich, dass durch so ein ruhiges, anmutiges und entspanntes Tier Steve Irwin – der Crocodile Hunter – damals zu Tode gekommen ist.

So, und da wir auch noch mehr Spaß bei der Sache haben sollten, gab es noch folgende Highlights auf dem Boot:

• Wir fuhren in richtig große Wellen, sodass das Boot gut auf dieser tanzte und wir uns alle gut festhalten mussten (Thomas und ich standen natürlich ganz vorne an der Bootspitze), da dabei unheimlich viel Wasser übers Deck lief.

• Thomas und ich hängten uns während der Fahrt hinten ans Boot ran.

• Wir hielten uns abwechelnd neben dem Boot am Seil fest und hatten somit eine hervorragende Bauchmassage. 😉

Insgesamt dauerte der Trip 3,5 Std., kostete 149 A$ pro Person, bekamen dafür die Ausrüstung geliehen, eine kleine Verpflegung, tolle Eindrücke sowie Momente und eine Menge Spaß geboten. Die Crew war mega entspannt, lustig und haben jedoch zugleich auch sehr darauf geachtet, dass niemand den Tieren zu nahe kommt. Wir können „Sea all dolphin swims!“ wirklich nur empfehlen.

Mit diesem letzten und schönen Erlebnis verabschiedeten wir uns von der Great Ocean Road und brachen in Richtung Melbourne auf.

2 Kommentare

  1. Birgit Birgit

    Oh, die Delphine hätte ich auch schon gerne mal life gesehen. Aber eure Videos sind genial,was für ein erlebnisreicher Tag.
    Fühlt euch gedrückt 😍und danke für eure Reiseberichte

    • Thomas Thomas

      Es war magisch! Der ganze Tag wie aus einem Film. Danke fürs Lesen Birgit! Zurück gedrückt aus Tasmanien 😀

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