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Mordor und der Schicksalsberg (Tongariro Crossing)

„Einen Ring, sie zu knechten (…)“

Uhh jaaaaaa,ganz genau! *im Kreis tanz*

Vor uns lag nun das Land Mordor mit seinem Schicksalsberg. Bevor wir jedoch den Aufstieg auf dem knapp 8 Std. dauernden Tongariro Crossing Wanderweg wagten, informierten wir uns sicherheitshalber beim lokalen Ranger. Glaubt uns, wir waren froh darüber erst gefragt zu haben. Das Wetter für den nächsten Tag sagte um 6:00 Uhr morgens kuschelige -7° Grad voraus, sodass wir erst gegen 8:00 Uhr unseren Trip ansetzten. Da wir findige Reisende sind, wollten wir die recht teuren Transporte umgehen und bekamen auch Fix einen Tipp. Mit ein bisschen Hin und Her kürzten wir den Trip auf stolze 4,5 Std. um alles wichtige zu sehen und ohne auf jedwede Transporte angewiesen zu sein. Von der langen Fahrt recht müde, suchten wir uns noch fix einen Campingplatz für die Nacht und stopften noch massig Kohlenhydrate in uns rein, denn der nächste Tag würde Anstrengend werden.

Gegen 6:30 klingelte dann auch der Wecker und das Erste, was uns entgegnete, war der dichte Nebel um uns herum. Gute 45 min später waren wir dann endlich am Startpunkt unserer Wanderung. Gebt euch diese Bilder!

Das Ganze fing relativ easy mit flachen Wanderwegen an. Links und rechts erstreckte sich alpine Vegetation. Wir fragten uns schon, was hieran denn bitteschön Mordor sein sollte. Je weiter wir jedoch vorankamen, desto mehr veränderte sich die Landschaft um uns herum.

Es erstreckte sich eine durch vulkanische Aktivität geprägte Landschaft und der Schicksalsberg (Mt. Tongariro) gab sich hinter der Wolkendecke endlich zu erkennen. Während die Wolken majestätisch an dem Gipfel vorbei zogen, kamen wir immer höher. Irgendwann war es sehr schwer abzuschätzen, wie hoch wir überhaupt sind, da der Nebel oder die Wolken so dicht wurden.

Mittlerweile waren wir gute 2 Std. nur Bergauf unterwegs und die Anstrengung zeigte sich. Ebenso die Zeitnot, da wir ja noch den Rückweg zwecks Parklimitierung im Hinterkopf hatten. Am Gipfel angekommen, sahen wir es dann: Das vollkommene Nichts im Nebel! Leider waren wir nicht mit allzu viel Glück gesegnet, jedoch war es ein verdammt gutes Gefühl den Aufstieg gewagt zu haben. Außerdem zeigte uns der Rückweg ein wenig mehr der wunderschönen Landschaft.

Rauf kommen war anstrengend, runter kommen schon fast gefährlich. Da überall lose Steine rumlagen, mussten wir höllisch aufpassen; erstens nicht den Abhang runterzurutschen und zweitens keinen größeren Stein ins Rollen zu bringen, der noch jemanden verletzen könnte. Trotzdem machte das Ganze ziemlichen Spaß, da wir ein zügiges Tempo fanden.

Je weiter es runter ging, desto mehr konnten wir endlich erkennen, was sich zuvor hinter der Wolkendecke versteckte. Wundervolle Berglandschaften. Mit offenen Mündern bestaunten wir was vor uns lag. Endlich konnten wir parallelen zu Herr der Ringe finden, so wie Peter Jackson die Scharen Mordors vor dem Schicksalberg inszenierte. Fett!

Über Stock und Stein joggten wir stellenweise den Berg herunter und motivierten uns gegenseitig weiter zu machen. Eins war klar, unser Tages Workout absolvierten wir gerade. Weiter unten trennten Alissa und ich uns dann, da die Zeit knapp wurde. Alissa joggte zum Auto vor und ich machte noch einen kleinen Abstecher zum Wasserfällchen ums Eck. Gepeinigt von der Zeit, schleppte ich mich – so langsam merkte man den Aufstieg in den Beinen – zurück zum Auto, wo auch Alissa verschwitzt, jedoch sehr stolz berichtete, dass sie es innerhalb der Zeit zum Auto geschafft hatte.

Leute, dieser Berg! Hätten wir etwas mehr Zeit gehabt, wären wir wohl noch ein paar Tage länger in der Gegend geblieben. Ihr wisst ja, wie das ist: Hört auf solange es am Schönsten ist.

Neblige Grüße vom Schicksalsberg,

Thomas

2 Kommentare

  1. koczor renata koczor renata

    Toll 👍😍

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