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Von Pfannkuchen zu verregneten Fjorden

Verzaubert von Art Deco und gutem Kaffee ging es weiter Richtung Süden. Unser nächster Stopp, die sogennanten Pancake Pinnacles, warteten schon auf uns. Eine wunderschöne Küste mit Gesteinsformationen, die wie gestapelte Pfannkuchen aussehen, die nur noch auf ein wenig Ahornsirup warten. 😉 Da Neuseeland ein von vulkanischer Aktivität geprägtes Land ist, entstand dieses Naturschauspiel ein paar Jahrtausende vor unserer Zeit. Eine Art Geysir blieb uns in Erinnerung, ein Loch innerhalb der Gesteinsformationen, durch den die ankommenden Wellen durch einen enormen Druck eine Wasserfontäne in die Luft schießen läßt. Die Gesteinsbrocken bildeten für Herr der Ringe eine weitere Kulisse, als Aragorn die Stadt der Tode aufsuchte.

Aufgrund der noch etlichen Kilometer machten wir uns auf den Weg in das berühmte Queenstown. Viele Kaffees und saugeiles Essen halfen uns bei der Suche nach einer Buchungsmöglichkeit für unser nächstes Abenteuer: Milford Sound! Hammer! Ein ziemlich talentierter Verkäufer versorgte uns mit allen nötigen Infos für den Trip – Gott sei Dank! Dadurch erfuhren wir, dass die Anfahrt etwas mehr in Anspruch nahm als wir zunächst annahmen. Von Queenstown aus suchten wir uns etwa 100 km weiter einen Campingplatz mit Dusche und bereiteten uns auf den nächsten Tag für die Fähre vor.

Die ganze Fahrt war schon ein Erlebnis! Neben einem Frühstück am Lake Wanaka, einem Mirror Lake, der die Berge im Wasser spiegeln ließ, erstreckten sich majestätischen links und rechts Berge und brachten uns regelmäßig zum staunen. Auch hier erwartete uns wieder massig Abwechslung, denn während wir an einem riesigem Feld umgeben von Bergen vorbei fuhren, kreuzten nur 25 km weiter dicke Regenwolken und riesige Felsformationen unseren Weg. Wir sichteten die ersten kleineren Wasserfälle, die durch den Regen von den Bergen hinab flossen. Während der Fahrt durch den Tunnel drückten wir uns selbst die Daumen. Das Ding sah nicht gerade gut in Schuss aus! Und wieder wurden wir belohnt! Dieser Anblick aus dem Tunnel herauszukommen und die kleineren Bäche die die steilen Berghänge herunter fließen zu sehen – unbeschreiblich! Der Regen wurde immer stärker, zum Glück waren wir 10 Minuten später am Zielort und warteten Geduldig auf unserer Fähre.

Endlich auf unserem Kuttttttttä angekommen ging es dann auch schon los. Das Wetter war ziemlich nass, dass trübte aber unsere Freude nicht, denn die Aussicht war selbst bei diesen „schlechten“ Wetterbedingungen atemberaubend! Die ganze Tour dauerte um die 2 Stunden, während der der Kapitän, in dem wohl unverständlichsten Englisch, das wir bisher gehört hatten, uns viel über die Gegend und ihre Entstehung erzählte. Hier und da fuhr er sehr nah an die Felswände heran, damit wir die Wasserfälle oder faulen Robben in alle Ruhe betrachteten konnten. Als ob der Regen nicht genug wäre, stellten wir uns unter ein paar kleinere Wasserfälle, die gut 70 m über unseren Köpfen herab fielen. Was solch tolle Bilder nicht manchmal eine abverlangen. ;P

Klitschnass und ein wenig durchgefroren, aber zufrieden, kehrten wir zurück und genossen bei der Fahrt zurück die nun besser sichtbaren Berge. Magische Tage!

Thomas

 

Ein Kommentar

  1. Birgit Birgit

    Wunderschöne Fotos ❤

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