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Nyepi – frohes Neues!

Puh! Eine vollkommen andere Welt, die uns hier erwartet hat. Wir hatten großes Glück in der Gemeinschaft gut aufgenommenzu werden, sodass wir sogar eine Einladung zum balinesischem Neujahr erhielten. Das ganze findet hier immer im März oder alle 100 Jahre im April statt. Nicht nur das neue Jahr wird gefeiert, sondern der Frieden für das neue Jahr wird sehr feierlich erarbeitet. 😉

Der Glaube liegt in den immerwehrend existierenden Dämonen, die sich auf der Insel umtreiben. Am Nyepi werden große Statuen, Abbilder dieser Dämonen gebaut. Am Tage der Zeremonie sollen diese Dämonen mit viel Alkohol und Essen verführt werden! Dazu werden die Dämonen am Abend von den jeweiligen männlichen Dorfmitgliedern ins nächste Dorf zum Tempel und wieder zurück zum Anfangspunkt gebracht. Für diesen Weg braucht es, wie mir seriös erkärt wurde, eine menge Palmenwein, lokalen Schnaps Arak und die farbenprächtige Kleidung, die mir dann auch fix übergezogen wurde.

Denn nicht nur die „Tragenden“ sollten betrunken werden, sondern vor allem die Dämonen! Das Ganze war nämlich eine sehr sehr kluge List! Denn der betrunkene Dämon greift keine Menschen an und wenn er am nächsten morgen vollkommen verkatert sowie vollgefressen aufsteht und geschwächt ist, wird er von den Menschen vor Ort verjagt oder gar umgebracht.

Aber bevor sich die Menschen dieses Dämons entledigen konnten, wartete erstmal ein wenig arbeit. Trinken – Essen – Trinken – Trinken und dann ging die Tragerei unter Begleitung der örtlichen Musikantengruppe los. Dat Ding war schwer, boah! Kein Wunder das die um Hilfe gefragt haben! Aber ey, war das witzig!

An der ersten Kreuzung angekommen, ging dann auch die vorbereitete „Theatervorstellung“ los, in dem sich selbst der Meeresgott meldete. Er beschwerte sich über den ganzen Plastikmüll den die Menschen in sein Reich schickten – klasse! Davon gibt es hier leider echt mehr als genug. Dann ging es weiter Richtung Tempel und wieder zurück, unterwegs gab es hier und da ein paar Pausen. Nach ungefähr 2 Std. waren wir zurück und es ging weiter. Da uns am nächsten Tag der Tag der Ruhe erwartete (das wäre mal was für Berlin) wollten wir noch unsere Arbeit bei guter Gesselschaft und Getränken vollenenden.

Wir wollten unbedingt zu Fresserei beitragen, also entschieden wir uns dafür ein paar Piroggen zu machen. Ungefähr 3 Std. später war auch für den morgigen Tag alles vorbereitet. Denn der nächste Tag war strengen Regeln ausgesetzt: Keine Arbeit, kein Strom, kein Internet. Man könnte es als eine Art Sabbat verstehen. Wir genossen die Ruhe in vollen Zügen und schlangen uns, wie der Rest der Gäste, durch das ganze Essen und taten einfach mal GARNICHTS. Fett!

Morgen geht es wieder etwas aktiver von Statten, freut euch drauf!

Thomas

PS: Sorry fürs warten auf die Beiträge, wir sind hier seeeeeeeehr entspannt. 😉

2 Kommentare

  1. Birgit Birgit

    Thomas, dir steht die traditionelle Kleidung sehr gut. Habe dich erst garnicht erkannt😉
    Ihr 2, genießt noch die Zeit, die euch mit Nichtstun verbleibt🏖
    Liebe Grüße

    • Thomas Thomas

      Danke Birgitchen! Ich fand das fabe auch sehr gemütlich!

      Danke, wir genießen hier gaaaanz viel Faulheit!

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