Zum Inhalt springen

Die Tempel des Ostens

Nachdem wir Nyepi, den Tag der Stille, relaxt rum gebracht haben und wir uns selbst in den Zustand purer Entspannung gebracht und alle Energiereserven wieder aufgefüllt haben, ging es wieder auf Entdeckungstour. Yippiehhhh!!!

Wir liehen uns einen Scooter und machten uns zu zweit auf dem Weg zu unserem ersten Tagesziel, dem Ujung Water Palace. 30 min. und 50.000 Rupiah später betraten wir diese wunderschöne Anlage. Dieser Palast befindet sich in Privatbesitz der Karangasem Royal und wurde von 1909-1921 erbaut. Der Tempel wurde fast vollständig durch den Ausbruch des Mount Agung im Jahr 1963 und das Erdbeben im Jahr 1975 zerstört. Da heute aber wieder alles schick aussieht, machten wir einen kleinen Spaziergang, schossen viele Fotos und amüsierten uns über die herumlaufenden Truthähne. Ihr „Gesang“ hört sich einfach nur witzig an. Auch wenn sie sehr majestätisch umher gehen, sehen sie schon echt… besonders aus. 😀

Anschließend stiegen wir auf unseren Roller und fuhren zum Taman Tirtagangga. Mittlerweile war es 11 Uhr und diese Anlage etwas voller. Auch hier wurden wir um 50k Rupiah erleichtert. Tirta Gangga („Heiliges Wasser vom Ganges“) ist der Wasserpalast von Karangasem und wurde ebenfalls, wie de Ujung Water Palace, vom letzten Raja Anak Agung Anglurah Ketut Karangasem von Karangasem 1946 erbaut. Auch diese Anlage wurde 1963 bei der Eruption des Vulkans Agung zerstört und danach wieder aufgebaut.

Auch wir hätten hier im heiligen Wasser baden können. Da es aber anfing zu regnen, wurden wir sowieso nass. Auch dieser Tempel war wunderschön und bot einiges zu entdecken an. Besonders gefreut habe ich mich jedoch über die Entdeckung der Riesenradnetzspinne, von der ich bereits im Internet las. Sie war ungefähr so groß wie meine Hand und chillte in ihrem Netz.

Sowohl bei Ujung Waterpalace als auch hier wurden wir ständig von Asiaten gefragt, ob sie ein Bild von uns machen können. Hätte wir dafür 5.000 Rupiah pro Bild genommen, hätten wir die Eintrittspreise wieder drin gehabt. 😉

Am nächsten Tag machten wir uns bereits sehr früh auf dem Weg zum Pura Lempuyang. Pura Lempuyang Luhur ist einer der ältesten und am meisten verehrten Tempel in Bali. Der Tempel ist eigentlich eine Sammlung von mehreren Tempeln entlang des Wanderwegs zum Gipfel, was wir natürlich nicht wussten. Um dorthin zu gelangen, fuhren wir, mit kleineren Umwegen (da uns Google Maps teiweise durch Felder jagen wollte), ca.90 min. Dort angekommen, mussten wir uns Sarong-Tücher ausleihen, da man den Tempel ohne diese nicht betreten darf. Die Schultern mussten ebenfalls bedeckt sein. Als Eintritt reichte eine Spende. Zuerst begegnete uns eine Tafel auf der aufgelistet war, was wir nicht dürfen: Keine Zärtlichkeiten, keine Yoga-Posen, in denen die Fußsohen nach oben zeigen, keine Menstruation… usw. Bereits in Laos mussten wir darauf achten uns so auf den Boden zu fletzen, dass die Fußsohlen auf niemanden zeigten. Zum Glück hatten wir bereits einen Abend zuvor Yoga gemacht, sodass unser Bedarf gedeckt war. 😉 Wir kamen auch gleich am beliebten Foto-Spot an, wo wir uns erstmal 30 min. anstellen mussten. Es gab extra zwei Angestellte, die die Foto von einem machten und sie sind echt schön geworden. Auf der gesamten Tempelanlage, die auf einem Berg liegt, hätten wir 5 Stunden verbringen können um alles zu sehen. Hätten wir das mal vorher gewusst… Da wir jedoch an dem Tag auschecken und weiterreisen wollten, blieb uns nichts anderes übrig als zurück zur Unterkuft zu fahren. Dennoch hat schon der Ausflug mehr als gelohnt, da wir an zig Reisfedern vorbei fuhren und der Ausblick vom Berg einfach atemberaubend war.

Schulterbedeckte Grüße,

Alissa

Ein Kommentar

  1. koczor renata koczor renata

    Ihr seid sehr schwer zu erkennen 😘👍

Kommentar verfassen